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ESG: Klimarisiken in Portfolios von Schwellenland-Unternehmensanleihen

Juni 2021 - 7 min lesen

Unternehmen aus Schwellenländern machen Fortschritte mit Blick auf die Messung und Offenlegung von Klimarisiken, trotzdem ist noch einiges zu tun. Erfreulicherweise sind Anleger und Manager zunehmend in der Lage, die Lücken zu schließen.

Aufruf zum Handeln

Weltweit steigen die Durchschnittstemperaturen, und die Klimawissenschaft stellt fest, dass akute Gefahren wie Hitzewellen und Überschwemmungen häufiger und schlimmer werden und sich chronische Gefahren wie Dürre und der Anstieg des Meeresspiegels verstärken. Insbesondere Schwellenländer sind im Vergleich zu Industrieländern den Risiken des Klimawandels tendenziell stärker ausgesetzt. Das liegt vor allem an der geografischen Lage, der höheren Kohlenstoffintensität (aufgrund des Engagements bei Rohstoffen) und ihrer geringeren Fähigkeit, Schocks zu bewältigen. Tatsächlich dürften fast alle Schwellenländer von mindestens einer der beiden großen wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels betroffen sein: von den direkten Auswirkungen höherer Temperaturen auf die Wirtschaft und von der Notwendigkeit, die Kohlenstoffintensität zu reduzieren – und für viele Länder sind beide Aspekte ein Thema. So wird beispielsweise für China, Indien, Indonesien, Südafrika und die Türkei, die alle eine überdurchschnittlich hohe Kohlenstoffintensität aufweisen, ein negativer Einfluss des Klimawandels auf das BIP erwartet.1

Daher überrascht es wohl nicht, dass viele Schwellenländer auf dieses Problem reagieren, indem sie eine nachhaltige Finanzpolitik und ein entsprechendes Rahmenwerk einführen und umsetzen. Einige Länder haben zudem ihre Verpflichtung, bis 2050 oder (im Falle Chinas) bis 2060 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, durch die Einführung einer Vielzahl von Vorschriften – vom Übereinkommen von Paris über den Green Deal der EU bis hin zu Vorschlägen für CO2-Steuern auf Waren – verstärkt und zielen damit darauf ab, Klimarisiken zu begrenzen bzw. zu verringern.

Für Unternehmen aus Schwellenländern beginnt die Minderung von Klimarisiken mit der Identifizierung und Quantifizierung der Treibhausgasemissionen (THG) und der Kohlenstoffintensität.
 

1. Quellen: Bank of America, Burke Hsiang Miguel (2015), Global Carbon Atlas, IWF. Stand: April 2021.

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