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Schwellenländeranleihen: Warum passive Strategien oft das Ziel verfehlen

November 2021 - 5 min lesen

In Schwellenländern kann die Nachbildung von Indizes zu höheren Risiken und verpassten Chancen führen.

Der Gedanke, dass „durchschnittliche“ aktive Manager routinemäßig schlechter abschneiden als der Index, hat in den letzten zehn Jahren viele Anleger dazu veranlasst, sich für passive Anlagen zu entscheiden. Passive Investitionen eignen sich jedoch nicht für alle Anlageklassen gleichermaßen. Bei Investitionen in weniger effizienten Märkten wie Staats- und Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern führen mehrere Faktoren der Indexnachbildung oftmals sowohl zu höheren Risiken als auch zu verpassten Chancen.  
 

Streuung der Wertentwicklung 

Nach einer kräftigen Erholung infolge des ersten Corona-Ausbruchs, der Anfang 2020 zu steilen Rückgängen in fast allen Anlageklassen geführt hatte, stehen Schwellenländeranleihen nun offenbar vor neuen Herausforderungen. Dazu gehören nicht nur Beeinträchtigungen in Verbindung mit dem Coronavirus, die aktuell die Inflation in die Höhe treiben, sondern auch das harte Durchgreifen der Regulierungsbehörden in China und die Aussicht auf steigende Zinsen in den Industrieländern. Die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf von sowohl Lokalwährungsanleihen als auch Staatstiteln in Hartwährung spiegelt diese zunehmende Unsicherheit wider: Beide Anlageklassen sind auf Indexebene rückläufig.  

Wie so oft verbergen sich hinter den Renditen auf Indexebene jedoch eine enorme Vielfalt, Komplexität und erhebliche Streuung der Wertentwicklung von Emittent zu Emittent. Während das allgemeine Marktumfeld für Schwellenländeranleihen häufig die Renditen auf kurze Sicht bestimmt, werden die Kurse und die langfristige Performance letztlich von länderspezifischen Fundamentaldaten angetrieben. 

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