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Aktien globaler Schwellenländer: Wo stehen wir?

Mai 2019 - 5 min lesen

In dieser Frage- und Antwortrunde besprechen William Palmer und Michael Levy, Co-Heads der Emerging and Frontier Equities, ihren Ansatz für den Zugang zur Anlageklasse, aktuelle Trends, und warum aus den jüngsten Gegenwinden Rückenwind werden kann.

Die Aktien der Schwellenländer sind nach einem schwierigen Jahresende positiv ins neue Jahr 2019 gestartet. Wie ist die Anlageklasse nun für Anleger aufgestellt?

Levy: Die Korrektur der Aktienmärkte im letzten Jahr spiegelt die Bedenken der Anleger hinsichtlich der Straffungspolitik der US-Notenbank wider sowie die potenziellen Konsequenzen für Schwellenländer, insbesondere solche mit Leistungsbilanzdefiziten. Einen weiteren Beitrag leisteten darüber hinaus die zunehmenden Handelsspannungen zwischen den USA und China, die Fragen zum globalen Wachstum aufwarfen. Unserer Meinung nach führten diese beiden Faktoren dazu, dass Anleger eine höhere Risikoprämie für ihre Anlage in Aktien aus Schwellenländern verlangten.

Palmer: Wir stellen fest, dass die mit diesen Ereignissen verbundenen Risiken in den letzten paar Monaten gesunken sind. Zunächst hat die US-Notenbank als Antwort auf gemischtere Konjunkturdaten in den USA einen wesentlich friedlicheren Ton angeschlagen. Zweitens wurden bedeutende Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China erzielt. Die Kehrtwende dieser ehemaligen Gegenwinde zu möglichem Rückenwind hat die Märkte in diesem Jahr bisher deutlich angekurbelt.

Levy: Auch die Unternehmensgewinne dürften der sich langsam verbessernden wirtschaftlichen Aktivität folgen. Hierdurch werden die Aktienkurse wahrscheinlich weiter gestützt, sobald diese Ergebnisverbesserung sich durchschlägt.

Palmer: Es ist außerdem darauf hinzuweisen, dass die Erwartungen der Anleger gedämpft bleiben, was sich in den bescheidenen Konsensprognosen für das Gewinnwachstum 2019 und attraktiven relativen Bewertungen gegenüber globalen MSCI-Aktien sowohl auf Basis des Verhältnisses der Kurse zum Gewinn (KGV) als auch zum Buchwert (KBV) widerspiegelt. Dieser niedrige Maßstab bietet beträchtliches Potenzial für positive Überraschungen im Jahresverlauf, während die aktuellen Bewertungen Anlegern als attraktiver Einstieg dienen, eine strategische Position in Schwellenländeraktien aufzubauen.

Schwellenländeraktien werden voraussichtlich weiterhin positives EPS-Wachstum verzeichnen1

1. QUELLEN: Barings, Factset, MSCI. Stand: 30. April 2019.

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