DE Austria (Österreich) Professioneller Investor
Alternatives

Ein Private Equity-Fonds Sollte Nicht Nach Seinen Zahlen Beurteilt Werden

Januar 2019 - 6 min lesen

Entgegen der landläufigen Meinung sind wir bei Barings der Meinung, dass Manager attraktive risikoangepasste Renditen für Anleger erzielen können, wenn sie nach qualitativ hochwertigen Gelegenheiten in aufstrebenden und diversifizierten Private Equity-Märkten suchen.

Annahme vs Realität

Bei Barings sind wir der ansicht, dass wir attraktive risikobereinigte renditen erzielen können, indem wir qualitativ hochwertige private-equity-manager in einem frühen stadium ihres firmen-lebenszyklus ermitteln.

Wenn private Märkte reifen, kommen in der Anlageklasse Private Equity immer neue Unternehmen hinzu. Die Fundraising-Landschaft ist immer wettbewerbsintensiver geworden, da sich mehr General Partners (GPs) im Markt befinden und mehr Fonds über Kapitalbeträge in Rekordhöhe verfügen.1 Emerging Managers (grob definiert als GPs, die institutionelle Fonds I, II oder III auflegen) sehen sich der Herausforderung gegenüber, dass Limited Partners (LPs) die Anzahl der Beziehungen mit GPs verringern und größere Summen in einer kleineren Anzahl von Fonds binden. Emerging Managers sind auch mit der Notwendigkeit konfrontiert, sich im wachsenden Markt von ihren Mitbewerbern abzugrenzen.

Trotz der fortwährenden Fundraising-Herausforderungen weisen Daten darauf hin, dass Emerging Managers den Anlegern normalerweise bessere Renditen verschaffen, da First-Time-Fonds in 10 der 15 Jahrgänge seit 2000 im Median höhere Netto-IRR als andere Fonds lieferten und ein Drittel der FirstTime-Fonds (über alle Jahrgänge zusammengenommen) eine Performance im obersten Quartil erzielte.

Dennoch werden Emerging Managers von Anlegern oft gemieden oder übersehen.

Gängige Annahmen hinterfragen
Fast die Hälfte aller Anleger hat entschieden, nicht in First-Time-Fonds zu investieren, und viele vermeiden selbst Fonds II oder III. Grund hierfür sind einige verbreitete Irrtümer über Emerging Managers wie zum Beispiel die Auffassung, dass solche Manager allesamt unerfahrene Anleger ohne
Erfolgsgeschichte sind, viel zu riskant und mit völlig unzureichenden Mitteln ausgestattet.

ANNAHME: Größere Fonds sind besser aufgestellt für die Erzielung höherer Renditen.

REALITÄT: Da PE-Fonds insgesamt wachsen und sich etablieren, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines „Home Run“ oder eines „Strikeout“, der über Erfolg oder Misserfolg der Gesamtperformance des Fonds entscheidet. Tendenziell nähert sich die Performance eher dem Mittel als dem oberen oder sogar dem unteren Quartil an.

  1. 1. Im Jahr 2017 beschafften 2.296 Fonds im Markt insgesamt 744 Mrd. USD. Quelle: Private Equity and Venture Capital Spotlight, Februar 2018.
X

Durch die Nutzung unserer Website Barings.com stimmen Sie zu, dass (1) wir bestimmte Cookies auf Ihrem Gerät platzieren und andere Online-Tracking-Mechanismen verwenden können, wie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung erläutert und (2) Sie den AGBs zustimmen..